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Aktuelles
24.10.: Vortrag

Mai Lin Tjoa-Bonatz (Frankfurt)

"Die maritime Welt Südostasiens und ihr Kulturerbe"

Vortrag Tjoa-bonatz 24.10
Dienstag, 24. Oktober 2017
17 - 19 Uhr
Institut für Ethnologie
Werkstattgebäude
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Terminänderung

Das Seminar "Sich als Ethnograph_In positionieren II" findet ab der kommenden Woche Montags zwischen 11:00 und 13:00 Uhr statt.


Willkommen sind auch Studierende, die den ersten Teil nicht besucht haben und Daten aus eigener Feldforschung haben, die darauf warten verarbeitet zu werden.

 

Willkommen am Institut für Ethnologie

Am Institut für Ethnologie sind zwei der vier Heidelberger Lehrstühle für Ethnologie – Prof. Hornbacher und Prof. Sprenger – angesiedelt. Daneben befinden sich in der Bergius-Villa die Fachstudienberatung, das Prüfungsamt, das Praktikums- und Erasmus-Büro sowie das Fachschaftsbüro. Auch der Großteil der Lehrveranstaltungen für die Studiengänge B.A. und M.A. Ethnologie sowie Kolloquien und Filmabende finden hier statt. Das Institut für Ethnologie unterhält Austauschbeziehungen nach Indonesien, die Studierenden die Möglichkeit von Auslandssemestern, Feldschulen, Lehrforschungen und Praktika ermöglichen. Das Institut für Ethnologie hat derzeit ca. 700 Studierende.

Wir trauern um

Prof. Dr. Klaus-Peter Köpping

17. März 1940 - 17. Juni 2017

 

der am 17. Juni 2017 plötzlich und unerwartet im Alter von 77 Jahren in Berlin verstorben ist. Wir verlieren einen national wie international hoch angesehenen Kollegen, einen kritischen Gelehrten und einen akademischen Lehrer von großer Ausstrahlung. Professor Köpping war von 1991 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2005 in Heidelberg tätig. Unser Institut verdankt ihm vor allem die Initiative zur Neugründung im Jahre 1996. Er hat das Institut für Ethnologie in Heidelberg geprägt und insbesondere durch die erfolgreiche interdisziplinäre Vernetzung zu großem Ansehen gebracht. Wir ehren sein Vermächtnis.

 

 


Nachruf

 

Prof. Klaus-peter KöppingProf. Dr. Klaus-Peter Köpping promovierte 1971 bei Helmut Petri am Institut für Ethnologie in Köln mit einer Arbeit über Religiöse Bewegungen und Neue Religionen in Japan und hatte von 1969 bis 1972 eine akademische Position an der California State University in Fullerton. 1972 siedelte er mit seiner Familie nach Australien über und lehrte und forschte für zwölf Jahre als Professor am Department for Sociology and Anthropology der University of Queensland in Brisbane, bis er 1984 auf den neugegründeten Lehrstuhl für Anthropology an die University of Melbourne berufen wurde. Nach verschiedenen Gastprofessuren in Aachen und Mainz kehrte Köpping 1991 dauerhaft nach Deutschland zurück, wo er bis 2005 eine Professur am Institut für Ethnologie der Universität Heidelberg innehatte. Nach seiner Emeritierung lebte er in Berlin und war bis 2007 als Gastprofessor am Goldsmith College in London tätig.


Klaus-Peter Köpping gehört zu den Gelehrten und Forschern, die die Wiederbelebung und Reform der deutschen Ethnologie nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend vorangetrieben und geprägt haben. Er hat die Ethnologie durch profunde Studien der modernen Kultur und Gesellschaft Japans und durch vielfältige methodische und theoretische Impulse bereichert. Gegründet auf intensive und theoretisch reflektierte Feldforschung und Ethnographie öffnete die Vielzahl der von ihm bearbeiteten Themen die Ethnologie für die gesamte Bandbreite ihrer modernen Aufgabenstellung von der angewandten Sozialwissenschaft, die sich mit den Belangen der in Reservaten lebenden australischen Aborigines befasst, über die kulturelle Grundlagenforschung, die über die Rolle von Mythos, Ritual und Spiel in der menschlichen Gesellschaft nachdenkt, bis zur philosophischen Reflexion darüber, wie das Eigene und das Fremde, Text und Praxis, Pluralität und Identität in den Kulturen zusammenspielen. Immer wiederkehrende und für die methodische Reflexion der Ethnologie besonders wichtige Motive waren für Köpping die Positionen des Grenzgängertums, der Transgression und der Umkehrung des Blicks, die er unter anderem in den Figuren und Momenten des Tricksters, der theatralischen Maske und der Ernsthaftigkeit des Spiels untersuchte.    

 

Mit Prof. Dr. Klaus-Peter Köpping verliert das Institut für Ethnologie der Universität Heidelberg einen hoch angesehenen Gelehrten, originellen Forscher und inspirierenden Lehrer. Wir ehren sein Vermächtnis.

 

Alexander Henn

 

PDF-Version

 

Interview mit Prof. Klaus-Peter Köpping aus der Reihe "Interviews with German Anthropologists"

 

 

 


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Köpping _traueranzeige

 


Seitenbearbeiter: Webmaster
Letzte Änderung: 19.10.2017
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